Iss Dich clever

Das Ernährungskonzept der My Sportlady Stiftung

Wie wichtig eine frühzeitige Aufklärung über gesunde Ernährung und eine bewusste Lebenseinstellung ist, belegen aktuelle Studien des Robert-Koch-Instituts, in denen sich zeigte, dass 15 % der Kinder und Jugendlichen in Deutschland übergewichtig sind. Dabei wird deutlich, dass der Anteil übergewichtiger Kinder mit dem Schuleintritt stark zunimmt (Quelle: www.kiggs.de).

Neben einer unausgewogenen Ernährung sind die Gründe dafür ein geänderter Lebensstil, in dem immer mehr Zeit vor dem Fernseher oder Computer verbracht wird und es an Bewegung mangelt. Die momentane Situation zeigt, wie wichtig heutzutage Gesundheitsaufklärung im Kindesalter ist. Hier setzt „Iss Dich clever“ an. Mit Spiel und Spaß lernen die Kinder die Grundbausteine der Ernährung kennen. Dabei werden alle Sinne sensibilisiert: riechen, tasten, schmecken, sehen, hören. Die Kinder werden beispielsweise zu Eiweißmolekülen, kochen, decken den Tisch und räumen auf. Sie erleben, wie lecker gesundes Essen sein kann, dass die Vorbereitung Spaß macht und wie gut es sich anfühlt, in geselliger Runde zu essen.

Da den Eltern bei der Ernährungserziehung eine besonders wichtige Rolle zuteil wird, sie jedoch nicht immer wissen, was man seinem Kind zu Essen geben sollte, steht auch hier das Team von „Iss Dich clever“ beratend zur Seite.  Unter Leitung einer Ernährungswissenschaftlerin wird „Iss Dich clever“ zusammen mit Ernährungsberatern in den Schulen vor Ort umgesetzt. In vier aufeinanderfolgenden Doppelstunden werden die Grundbausteine der Ernährung anhand der Ernährungspyramide vermittelt. Zusammen mit den Kindern werden verschiedene Speisen zubereitet, immer mit dem Ziel, Freude und Genuss an gesundem Essen zu erleben.

Wissenswertes

zu Iss Dich Clever

  • Themen der Infoabende

    Folgende Themen werden in eigens für die Eltern organisierten Informationsabenden behandelt:

    • Wie kann ich eine ausgewogene Ernährung meines Kindes sicherstellen?
    • Was kann ich tun, damit die Kinder nicht nur Süßes essen?
    • Wie nahrhaft sind sogenannte Kinderlebensmittel?
    • Ernährung und Pubertät - Wie kommen wir durch diese Zeit?
    • Der richtige Umgang mit Getränken.
    • Mein Kind mäkelt beim Essen - Wie gehe ich damit um?
  • Beispiel "Gesundes Pausenbrot"

    Eine Unterrichtseinheit in einer Schulklasse– am Beispiel „Gesundes Pausenbrot“

    Begrüßung und Ablaufplan

    • Vorstellung des Ernährungsberaters
    •  Vorstellung des Inhaltes und Ablaufs
    •  Abfrage nach Allergien und Unverträglichkeiten
    •  Hände waschen lassen
    •  Handys auf leise stellen lassen

    Methodisches Abholen der Kinder durch Fragen

    • Wisst Ihr warum man frühstückt/ein Pausenbrot essen soll?
    • Was esst Ihr zum Frühstück?
    • Lebensmittel werden auf Fotos gezeigt und von den Kindern kommentiert.
    • Wissenswertes über Zucker in Lebensmitteln und die Wirkung auf den Körper.

    Sinnesschulung

    • Die Augen der Kinder verbinden lassen.
    • Testen von verschiedenen Brotsorten (Vollkornbrot, Mischbrot, Knäckebrot und Pumpernickel) und Gemüse. Wie fühlt es sich an? Wie schmeckt es? Wie riecht es?

    Zubereitung eines gesunden Pausenbrotes

    • Alle Kinder schneiden auf ihren Brettern das Gemüse klein, schmieren auf das Vollkornbrot Frischkäse und würzen nach Bedarf mit Kräutern, Zitrone und/oder Pfeffer.

    Gemeinsames Essen der selbst zubereiteten Pausenbrote und anschließendes Aufräumen der Arbeitsplätze

    Zeit für Fragen und Feedback

    Mitgabe von diesem und alternativen Rezepten

  • Feedback der Schule

    Seit März 2011 werden an verschiedenen Schulen in München Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren vom „Iss Dich clever“-Team unterrichtet.
    Die Kurse wurden von Kindern und Lehrern sehr positiv angenommen. Auch die Eltern sind begeistert, dass eine gesunde Ernährung im Unterricht behandelt wird.

    Frau Engesser, Lehrerin an der Klenzeschule:
    „Die erste Einheit des Projektes "Gesunde Ernährung" ist bei den Kindern sehr gut angekommen. Die Erläuterung der Nahrungspyramide durch die beiden Referentinnen Frau Drossel und Frau Demmeler setzte die Kinder meiner 2. Klasse in die Lage, sich selbstständig die Zutaten für ein gesundes Pausenbrot zusammenzustellen und es dann auch selber zuzubereiten. Alle Unterrichtsschritte waren durchdacht und gut organisiert, die kompetente Durchführung sprach die Kinder an und ließ sie motiviert mitarbeiten.“

    Frau Schmieding, Lehrerin an der Weilerschule:
    „Die dritte Klasse war durchweg begeistert und freut sich schon sehr auf nächsten Freitag. Auch ich habe den Vormittag sehr positiv wahrgenommen. Die Schüler kontrollieren seitdem täglich den Inhalt ihrer Getränkeflaschen!“

    Frau Wübben, Rektorin der Klenze-­Grundschule:
    „Ja, es weiß jeder, dass gesunde Ernährung ein wichtiges Thema ist. Ja, und es ist Aufgabe der Schule, verankert im Lehrplan, den Schülerinnen und Schülern die Bedeutung einer ausgewogenen Ernährung für die Leistungsfähigkeit und Gesundheit eines Menschen näher zu bringen. Nur, wie macht man das bei Grundschulkindern? Wie erreicht man Nachhaltigkeit, wo doch in der Grundschule kaum ein Kind kocht oder einkauft und Süßes wohl allgemein das Objekt der Begierde ist, nicht Kräuterquark und Radieschen. Die Grundschule Klenzestraße 48 hat das große Glück, ein professionelles Team von „My Sportlady“ für vier Doppelstunden in der Schule zu haben, die die Kinder wahrhaftig für gesunde Ernährung begeistern können. Einmal ist natürlich die Neugierde schon dadurch geweckt, dass nicht die gewohnte Lehrerin den Lernstoff vermittelt, sondern mal jemand ganz anderes ins Klassenzimmer kommt. Aus einem großen Korb werden „gesunde“ Nahrungsmittel gepackt, Milchprodukte, Obst, Gemüse...

    Cola haben sie nicht dabei, aber Wasser kann man trinken, so viel man will. Gesunde Frühstücks­ und Pausenbrote werden zubereitet. Aus Gurken und Radieschen Lachgesichter auf das Quarkbrot gelegt - wer kann da schon widerstehen? Bei aller Selbsttätigkeit erfährt man Theoretisches über den Wert der einzelnen Nahrungsmittel. Es wird gelernt mit allen Sinnen. Das Team beherrscht die Methode der Grundschule: nur in einer entspannten Atmosphäre, emotional ausgeglichen und mit leckerem Beiwerk, bleibt das Wesentliche zur Ernährung auch wirklich hängen. Nichts wird verboten. Den berühmten Zeigefinger „Das ist aber ganz ungesund“ gibt es nicht. In Maßen ist auch mal ein Eis erlaubt, so erfahren es die gelehrigen Schüler oder ein Stück Schokolade. Die Ausgewogenheit macht es. Und so melden erstaunte Mütter der Schule zurück, dass viele Kinder ihr Essverhalten verändert haben und sich auch beim Einkauf einmischen. Zur besonderen Belohnung am Ende des Projektes gibt es den Ernährungsführerschein, der alle Teilnehmer stolz und zufrieden macht.

    Ich würde mir sehr wünschen, dass alle Münchner Schulkinder in den „Genuss“ dieses schönen Projektes kämen.“

  • Weiteres Vorgehen

    Bereits jetzt hat die Stiftung weitere Anfragen von verschiedenen Schulen, bei denen die Klassen Ernährungskurse durchführen möchten. Auch bei den bestehenden Schulen möchten weitere Klassen den Ernährungsunterricht einführen.

    Diese positive Entwicklung zeigt der Stiftung, dass das Programm wertvoll und sinnvoll ist.

    Die Stiftung hat die Vision, das Ernährungsprogramm in München an allen Schulen einzuführen und somit einen wertvollen Beitrag bei der Ernährungsaufklärung unserer Kinder zu geben.