April 2021

Wie ich Hormonyoga entdeckte

Hormonyoga begleitet mich schon viele Jahre. Zum ersten Mal kam ich in Wien beim Besuch meiner Schwester Daniela mit Hormonyoga in Kontakt. In Zeiten, in denen ich hauptsächlich auf Fitness und Bewegung setzte, war meine Schwester schon ganzheitlich unterwegs und beschäftigte sich mit einer Vielzahl von Heilungsmethoden und bildete sich in TCM, Homöopathie und Bioresonanz weiter. Ganz klar, dass sich unsere gemeinsame Zeit in Wien oder in München viel um diese Themen drehte.

Als Daniela mich das erste Mal zu einem Hormonyoga Workshop mitnahm, hatte ich Yoga schon bei My Sportlady integriert und freute mich über die positive Resonanz der Mitglieder. Ich folgte beim Hormonyoga den Übungen, den Asanas, die ich zum Teil bereits aus dem Yoga kannte. Neu war mir die Bhastrika-Atmung: Die Bhastrika-Atmung vollzieht sich ausschließlich im Bauch. Ein- und Ausatmung sind schnell, stark und kraftvoll, sodass das Geräusch eines Blasebalgs entsteht. Die Bhastrika-Atmung aktiviert Prana, die Lebensenergie, und massiert die Eierstöcke. Die Ausatmung erfolgt ebenso kräftig, der Bauch zieht sich zur Wirbelsäule. Mit der Ausatmung erfolgt die Energielenkung in die entsprechende Drüse. Die Energielenkung ist die wichtigste Übung und das Kernstück im Hormonyoga.

All das übte ich an einem Wochenende mit meiner Schwester in Wien. Faszinierend fand ich nicht nur die Übungsreihen, sondern wie ich mich danach fühlte. Der Raum in mir, der durch die Atmung entstanden ist. Die gewonnene Fähigkeit, Prana durch meinen Körper zu leiten. Aufgeladen zu sein, durch die Energie, die ich selbst erzeugen konnte.

 

Die Relevanz von Hormonyoga für My Sportlady

Ich wollte Hormonyoga weiter praktizieren und begab mich in München auf die Suche nach einer Hormonyogalehrerin. Ich fand jedoch niemanden in München, der diesen Kurs anbot. Aber mein Augenmerk galt bereits meinen Mitgliedern, von denen ich wusste, dass sie ein Angebot wie Hormonyoga begrüßen würden, bzw. es auch dringend brauchten. Denn während meiner Arbeit bei My Sportlady, die damals schon fast 25 Jahre währte, kamen immer wieder Frauen mit starken Wechseljahrbeschwerden zu uns.  Mit Fitness, Yoga und Ernährung lagen wir richtig, aber es fehlte mir noch eine gezielte Praxis ohne Medikamente. Immer mehr Frauen griffen zu Hormonen, um ihre Beschwerden zu lindern und immer mehr Ärzte unterstützen sie dabei. So war ich überglücklich, auf der Suche nach Linderung für die Frauen während der Menopause Hormonyoga gefunden zu haben.

 

Meine Ausbildung zur Yogalehrerin

Bald brachte ich in Erfahrung, dass Dina Rodriguez in Brasilien Hormonyoga entwickelt hat und auch Unterricht anbietet. Ich kontaktierte sie, doch sie bildete nur Yogalehrer aus, denn profunde Vorkenntnisse waren wichtig, um die Hormonyogapraxis durchzuführen. Meine Erfahrungen und Ausbildungen im Fitnessbereich waren nicht ausreichend.

Bis dahin schien es ein langer Weg. Mit meiner Familie und meiner täglichen Arbeit war ich mehr als ausgelastet. Doch um Hormonyoga bei My Sportlady anzubieten, musste ich Yogalehrer werden und so strömte all meine Energie in diese Idee. Es ging noch eine Weile ins Land, bis meine langjährige Kollegin Melanie Seitz und ich für mehrere Wochen nach Indien flogen. Ja wir wollten uns voll und ganz den Studien des Yogas hingeben. Nach einigen körperlichen und psychischen Tiefen ist uns das gelungen. Ohne E-Mails und Handy vertieften wir uns in Meditation, Satsang, Bhagavaghita, Philosophie des Yogas und unserer alltäglichen Übungspraxis.

Mal sehnten wir uns nach zuhause, mal verzweifelten wir an den Rezitationen oder ärgerten uns über die eintönige Einheitskleidung, die uns scheinbar unserer Persönlichkeit beraubte. Unter einfachsten Bedingungenin einem Ashram im Vrindavran, mit kaltem Wasser, ohne Toilettenpapier und intensivstem Übungs- und Lernplan, verlebten wir jedoch eine der glücklichsten Zeiten unseres Lebens außerhalb unserer Familien.

 

Meine Hormonyoga-Ausbildung bei Dinah Rodriquez

Im drauffolgenden Jahr meldete ich mich zur Hormonyoha-Ausbildung bei Dinah Rodriguez an. Ich bewunderte sie vom ersten bis zum letzten Tag unserer Ausbildung. Mit über 80 Jahren war Dinah fit, präsent, fordernd und eine wunderbare Persönlichkeit. Ich habe so viel von ihr gelernt und sie ist ein Vorbild an Vitalität, Disziplin und Schönheit im Alter.

 

Wie ich Hormonyoga nun bei My Sportlady integriere

Besonders freut mich, dass auch viele junge Frauen mit Zyklusbeschwerden und Kinderwunsch vom Hormonyoga in meinen Kursen profitiert haben. Auch meine Töchter und Freundinnen, die in meiner Lern- und Ausbildungsphase als meine Schülerinnen mit mir übten, sprachen von Linderung bei PMS, Auflösung von Zysten und einer Schmerzlinderung bei Menstruationsbeschwerden und einer Regulierung des Zyklus.

Einige Jahre unterrichtete ich also wöchentlich Hormonyoga bei My Sportlady, stieg dann aber auf Workshops um und präsentierte auf Yogamessen und Ausstellungen. In meinem Buch „Entfalte Dein Körperglück“ beschreibe ich außerdem verschiedene Übungen genau.

Während der Coronazeit unterrichte ich nun wieder regelmäßig, jeden Dienstag auf Zoom von 18 – 18. 45 Uhr und freue mich, so vielen Frauen in den Wechseljahren und auch jungen Frauen helfen zu können.

Ich bin unendlich dankbar, diesen effektiven Weg des Hormonyogas für meine Mitglieder gefunden zu haben. Glücklich bin ich natürlich auch, dass es mich selbst so jung gehalten hat und ich meinen Körper immer wieder mit Prana aufladen kann. Mit der Integration meines Steckenpferds der Meditation in die Hormonyogastunden wird auch der Geist genährt und gestärkt. Dies ist gerade in diese Zeiten so wichtig.